1.700 Menschen demonstrieren in Bad Neustadt – Unterstützung aus der ganzen Region

Zu einem Aktionstag für die industrielle Zukunft der Region hat die IG Metall Schweinfurt am 7. Februar 2026 in Bad Neustadt aufgerufen. Laut Polizei beteiligten sich rund 1.700 Beschäftigte, Bürgerinnen und Bürger sowie Vertreter aus Politik, Gewerkschaften und Gesellschaft. Sie wollten ein Zeichen für den Erhalt von Industriearbeitsplätzen in der Region setzen.

Unter dem Motto „Die Rhön steht wieder auf“ zog der Demonstrationszug vom zentralen Busbahnhof durch die Innenstadt bis zum Marktplatz. Anlass des Aktionstags sind die angekündigte Schließung des Valeo Standorts sowie der geplante Stellenabbau beim Automobilzulieferer Preh. Nach Einschätzung der IG Metall geht es dabei nicht nur um einzelne Betriebe, sondern um die industrielle Basis der ganzen Region. Bad Neustadt gilt als erste Modellstadt für Elektromobilität in Bayern.

Auch aus dem Bereich der IG Metall Würzburg reisten Beschäftigte an. Delegationen aus dem Altlandkreis Bad Brückenau sowie Kolleginnen und Kollegen aus den Betrieben GKN Bad Brückenau und Hanse Haus Oberleichtersbach beteiligten sich an Demonstration und Kundgebung. Aus der Geschäftsstelle Würzburg waren außerdem Gewerkschaftssekretärin Sabine Witte und der Erste Bevollmächtigte Norbert Zirnsak vor Ort. Betriebsratsvorsitzender und IG Metall Ortsvorstandsmitglied Frank Schiffler sagte: „Gerade jetzt ist es wichtig, solidarisch zu sein. Die gesamte Rhön braucht auch in Zukunft gut bezahlte und tarifgebundene Arbeitsplätze.“

Bei der Kundgebung auf dem Marktplatz sprachen Vertreter aus Betrieben, Politik, Kirchen und Gewerkschaften. Thomas Höhn, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Schweinfurt, machte deutlich, dass die Beschäftigten den angekündigten Stellenabbau nicht einfach hinnehmen wollen, und forderte klare Perspektiven für Industriearbeitsplätze in der Region.

Landrat Thomas Habermann verwies auf die Bedeutung der Industrie für Arbeitsplätze und wirtschaftliche Stabilität in der Region und betonte die Verantwortung von Unternehmen und Politik für die Zukunft der Rhön. Schon vor mehr als zehn Jahren hatten breite Proteste dazu beigetragen, neue industrielle Perspektiven für die Region zu schaffen.

 

Bildnachweis: IG Metall Würzburg, Frank Schiffler