Norbert Zirnsak zum Jahresauftakt 2026 – Klarheit, Haltung und gemeinsame Stärke

Zu Beginn des Jahres 2026 wünsche ich allen Kolleginnen und Kollegen, Freundinnen und Freunden und den Partnerinnen und Partnern der IG Metall Würzburg einen guten Start, viel Gesundheit und persönliches Wohlergehen. Gleichzeitig ist klar: 2026 wird ein anspruchsvolles Jahr, in dem wichtige Weichen gestellt werden – für betriebliche Mitbestimmung, für Industriearbeit, für gute Arbeitsbedingungen und soziale Gerechtigkeit.

Politische Entscheidungen, wirtschaftliche Unsicherheiten und die intensiven Debatten über Sozial‑ und Industriepolitik wirken sich unmittelbar auf die Beschäftigten und die Arbeit in den Betrieben der Region aus. Es geht um sichere Arbeitsplätze, zukunftsfähige industrielle Perspektiven und verlässliche Rahmenbedingungen für gute Arbeit. Gerade deshalb hat die IG Metall in den Betrieben 2026 ein besonderes Gewicht.

Ein zentraler Schwerpunkt des Jahres sind die Betriebsratswahlen. Viele Wahlvorstände sind eingesetzt, und die Vorbereitungen in den Betrieben laufen auf Hochtouren. Jetzt wird die Grundlage gelegt, damit Mitbestimmung auch in den kommenden Jahren stark und handlungsfähig bleibt. Bewährte Betriebsratsarbeit fortzuführen und neue Kolleginnen und Kollegen zu gewinnen, ist dabei eine zentrale Aufgabe. Die IG Metall Würzburg unterstützt die Betriebsräte und Wahlvorstände umfassend in diesem Prozess.

Im Frühjahr finden in Bayern die Kommunalwahlen statt. Zahlreiche engagierte Kolleginnen und Kollegen kandidieren als Bürgermeister*innen oder Gemeinderäte und leisten so einen wichtigen Beitrag, um die Interessen der Beschäftigten vor Ort einzubringen. Industriepolitik wird zwar oft auf Landes‑, Bundes‑ und Europaebene entschieden – doch kommunale Handlungsspielräume haben erheblichen Einfluss auf Infrastruktur, Gewerbeflächen, Mobilität und Standortbedingungen.

International bleibt die Situation angespannt. Fragen von Krieg und Frieden prägen weiterhin die globale Politik. Entwicklungen wie die Lage in Venezuela, Konflikte im Umfeld Grönlands und der Krieg in der Ukraine verdeutlichen die Instabilität der weltpolitischen Rahmenbedingungen. Energiepreise, gestörte Lieferketten und unsichere Investitionsentscheidungen wirken sich direkt auf Industrie und Beschäftigung aus. Diese Herausforderungen sind auch in unserer Region spürbar – in Würzburg, im Landkreis Kitzingen, im Raum Marktheidenfeld und in der Region rund um Bad Brückenau. Betriebe stehen vor Fragen der Standort‑ und Beschäftigungssicherung, der Transformation und notwendiger Investitionen. Umso wichtiger ist es, industrielle Wertschöpfung zu erhalten und weiterzuentwickeln.

Im Herbst folgt die Tarifrunde der Metall‑ und Elektroindustrie. Die letzte Tarifrunde war anspruchsvoll – und auch die kommenden Verhandlungen werden herausfordernd. Entscheidend sind eine starke organisatorische Aufstellung und eine hohe betriebliche Präsenz. Mit Geschlossenheit und klaren Positionen können gute Ergebnisse erzielt werden.

Einer unserer besonderen Highlights des Jahres ist unser Betriebsräteempfang am 1. Juli 2026. Hier begrüßen wir die dann neu gewählten Betriebsrätinnen und Betriebsräte im Organisationsgebiet der IG Metall Würzburg. Unser Empfang bietet Gelegenheit zum Austausch untereinander, zur Orientierung in den neuen Aufgaben, zur direkten Verbindung mit der IG Metall Geschäftsstelle Würzburg, sowie zur Stärkung des gemeinsamen Verständnisses für die Herausforderungen in der Region. Unser Empfang setzt ein klares Zeichen: Gute Mitbestimmung braucht Vernetzung, Wertschätzung und klare Unterstützung.

2026 wird ein arbeitsreiches und herausforderndes Jahr – aber auch ein Jahr mit vielen Chancen. Mit Klarheit, Verlässlichkeit und guter Zusammenarbeit lassen sich die anstehenden Aufgaben bewältigen.

Die IG Metall Geschäftsstelle Würzburg steht dabei allen Kolleginnen und Kollegen engagiert zur Seite.

Mit solidarischen Grüßen

IG Metall Würzburg
Norbert Zirnsak
1. Bevollmächtigter und Kassierer

 

Bildnachweis: IG Metall Würzburg, Fotoarchiv, Patty Varasano