Aktionen und Warnstreiks in Bayerns Holz- und Kunststoffindustrie – Paidi-Beschäftigte beteiligen sich in Hafenlohr

Bildnachweis: IG Metall Würzburg, Annabell Franz
Mit Aktionen und Warnstreiks hat die IG Metall in der Woche vor der dritten Verhandlungsrunde in der Tarifrunde der bayerischen Holz- und kunststoffverarbeitenden Industrie den Druck auf die Arbeitgeber deutlich erhöht. Auch in Unterfranken, am Standort des Kinder- und Jugendmöbelherstellers Paidi in Hafenlohr, beteiligten sich Beschäftigte an den Protesten. Rund 50 Kolleginnen und Kollegen trafen sich nach Angaben der IG Metall Würzburg bei einer aktiven Mittagspause (14.01.2026) vor dem Betriebsgelände. Mit Transparenten und klaren Botschaften machten sie ihrem Unmut über die bisherige Verweigerungshaltung der Arbeitgeber in der laufenden Tarifrunde Luft.
IG Metall Gewerkschaftssekretär Stefan Rümmer, sagte dazu: „Die Arbeitgeber befinden sich auf dem Holzweg. Nach zwei Verhandlungsrunden liegt immer noch kein Angebot auf dem Tisch. Das ist ein klares Zeichen mangelnder Wertschätzung gegenüber den Beschäftigten – auch gegenüber denen hier bei Paidi, die tagtäglich hochwertigen Produkte herstellen und zum wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens beitragen. Dagegen haben die Kolleginnen und Kollegen heute mit ihrer aktiven Mittagspause protestiert. „Gerade ein traditionsreicher Standort wie Paidi in Hafenlohr zeigt, wie wichtig motivierte und gut qualifizierte Beschäftigte für die Zukunft der Branche sind. Diese Leistung muss sich auch im Geldbeutel widerspiegeln“, betonte Rümmer.
Die IG Metall Bayern fordert für die rund 10.000 Beschäftigten der Branche eine Entgelterhöhung von fünf Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Zudem soll es eine starke soziale Komponente für die unteren Entgeltgruppen geben. Die Ausbildungsvergütungen sollen überproportional angehoben werden, um die Attraktivität der Branche für junge Menschen zu verbessern. Die dritte Tarifverhandlung findet am 20. Januar in Reichertshofen statt.
