„Dann brennt die Hütte“ – IG Metall widerspricht Kanzler Merz

Die IG Metall kritisiert Aussagen von Bundeskanzler Friedrich Merz, wonach die gesetzliche Rente künftig nur noch eine Basisabsicherung sein könne. Diese Aussage trifft den Kern der sozialen Sicherung und stößt bei der IG Metall auf entschiedenen Widerspruch. Millionen Beschäftigte sind auf die gesetzliche Rente angewiesen. Für sie entscheidet sich hier, ob sich Arbeit über ein ganzes Leben hinweg lohnt.

IG‑Metall‑Vorsitzende Christiane Benner hat dazu in der Süddeutschen Zeitung eine klare Grenze gezogen. Sie lehnt Kürzungen bei der gesetzlichen Rente ab und kündigt Widerstand an. Wörtlich sagte sie: „Wenn die Regierung die gesetzliche Rente kürzt, dann brennt die Hütte.“

Was das konkret bedeutet, wird jetzt in den Betrieben diskutiert. „Diese Debatte gehört nicht in Talkshows, sondern an die Werkbänke und in die Büros“, sagt Norbert Zirnsak, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Würzburg. „Wenn die Rente auf eine Basisabsicherung zusammengestrichen werden soll, dann müssen die Beschäftigten wissen, was das für sie heißt – und dann müssen wir gemeinsam reagieren.“

Auch die Diskussion über die Einführung von Karenztagen bei Krankheit weist die IG Metall zurück. Ein Karenztag würde bedeuten, dass Beschäftigte am ersten Krankheitstag keinen Lohn erhalten. Auch dazu hat Christiane Benner eine klare Ansage gemacht: „Wenn es Karenztage bei der Krankschreibung gibt, dann sind die Straßen voll.“ Rente und Lohnfortzahlung im Krankheitsfall sind für die IG Metall zentrale Schutzrechte. Sie sind Ergebnis von Kämpfen und werden nicht kampflos aufgegeben.

Bildnachweis: IG Metall Würzburg