Rosa-Luxemburg Stiftung und IG Metall Würzburg laden zur vierten Gewerkschaftskonferenz für den Frieden ein

Am 24. und 25. Juli 2026 findet in Würzburg die vierte Gewerkschaftskonferenz für den Frieden statt. Veranstaltet wird sie von der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Kooperation mit der IG Metall Würzburg. Tagungsort ist die Kolping-Akademie Würzburg.

Anlass ist die dramatische Zuspitzung internationaler Konflikte. Militärische Interventionen, geopolitische Machtverschiebungen und zunehmende Konfrontationen verändern die internationalen Beziehungen in rasantem Tempo. Zu Recht verurteilen weltweit nationale und internationale Gewerkschaftsbünde diese Entwicklungen, die mit wiederholten Völkerrechtsbrüchen verbunden sind. Dabei wird deutlich: Wer das Völkerrecht missachtet, gefährdet auch soziale und gewerkschaftliche Rechte. Außenpolitische Eskalation und innenpolitischer Druck gehen Hand in Hand – soziale Sicherheiten geraten ebenso unter Druck wie demokratische und gewerkschaftliche Errungenschaften.

Gleichzeitig wächst weltweit der Protest gegen Kriegspolitik und Aufrüstung. Immer mehr Menschen gehen auf die Straße, um ein Zeichen gegen die zunehmende Kriegsgefahr zu setzen. Nicht zuletzt auch deshalb, weil die Jahrhundertaufrüstung über harte soziale Einschnitte finanziert wird. Auch in Deutschland sind diese Entwicklungen spürbar. Die Diskussionen über die Rente mit 70, 72 oder sogar 73, die Einschränkungen der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall oder die aktuellen Vorschläge zur Gesundheitsreform sind kein Zufall. Die zunehmende Aufrüstung geht einher mit wachsendem Druck auf den Sozialstaat. Die geplanten Einschnitte werden tief in das Leben der Beschäftigten eingreifen.

Damit steht nicht nur die soziale Sicherheit zur Debatte, sondern auch grundlegende Arbeits- und Gewerkschaftsrechte. Je stärker sich außenpolitische Konflikte und Verteilungsfragen miteinander verschränken, desto wichtiger wird die Rolle der Gewerkschaften als gesellschaftliche Friedenskraft. In unseren Satzungen ist dieser Anspruch klar formuliert: Gewerkschaften setzen sich für Abrüstung, Frieden und internationale Verständigung ein. An diese Tradition knüpft die vierte Gewerkschaftskonferenz für den Frieden an. Wir wollen die Auswirkungen von Aufrüstung und Kriegspolitik auf Beschäftigte diskutieren. Wir wollen uns die Verbindung von Sozialabbau und Militarisierung anschauen. Und wir wollen nach gewerkschaftlichen Handlungsmöglichkeiten für Frieden und soziale Sicherheit fragen.

Viele spannende nationale und internationale Gäste werden von ihren Erfahrungen und Kämpfen berichten. Eine Konferenz von Gewerkschaftern für Gewerkschafter.

Anmeldungen unter folgenden Link:

Den Frieden gewinnen, nicht den Krieg! – Rosa-Luxemburg-Stiftung

Bildnachweis: IG Metall Würzburg