Aufstehen gegen den Kahlschlag: IG Metall Würzburg beteiligt sich an ver.di Protest

Mit einer von ver.di organisierten Demonstration und Kundgebung protestierten am Mittwoch (10.06.2026) rund 150 Menschen in Würzburg gegen die geplanten Kürzungen im Gesundheitswesen und die Angriffe auf den Sozialstaat. Die Aktion war Teil eines bundesweiten Protesttages zur Gesundheitsministerkonferenz in Hannover. Die IG Metall Würzburg beteiligte sich mit einer engagierten Delegation aus den Betrieben Koenig & Bauer, Brose, Dematic, De´ Longhi und Mero am Protest. Auch die Kitzinger und Würzburger IG Metall Senioren waren mit Abordnungen vertreten.
Bundesweit gingen Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter gegen die Sparpläne der Bundesregierung auf die Straße. Allein in Hannover demonstrierten mehrere Tausend Menschen parallel zur Gesundheitsministerkonferenz gegen die geplanten Einschnitte.
Die Kolleginnen und Kollegen der IG Metall Gruppe trugen rote T-Shirts mit der Aufschrift „Aufstehen gegen den Kahlschlag“ und machten damit deutlich, dass die Verteidigung des Sozialstaats eine gemeinsame Aufgabe der Gewerkschaften ist.
Auf der Kundgebung machte Stefan Kimmel der Gewerkschaft ver.di in Würzburg deutlich, worum es bei den Protesten geht. Die geplanten Maßnahmen seien ein massiver Angriff auf den Sozialstaat und würden weit über den Gesundheitsbereich hinausreichen. Auch Sinan Öztürk, stellvertretender Leiter des ver.di-Landesbezirks Bayern, kritisierte die Kürzungspläne scharf und warb für einen breiten gewerkschaftlichen Widerstand gegen den Abbau sozialer Leistungen.
Für die IG Metall Würzburg sprach der Erste Bevollmächtigte Norbert Zirnsak in einem Grußwort. Er stellte die Angriffe auf das Gesundheitswesen in den Zusammenhang einer umfassenden Kahlschlagpolitik zulasten der Beschäftigten – von der sozialen Sicherung über die Rente bis hin zum Acht-Stunden-Tag. Für Aufrüstung oder die Rettung von Banken sei Geld vorhanden, für soziale Sicherheit angeblich nicht, kritisierte Zirnsak. „Die Regierenden müssen wissen: Wir lassen diesen Kahlschlag nicht zu.“ Jonas Schneider vom DGB Würzburg warb für eine Fortsetzung der Proteste. Er rief zur Beteiligung an einem DGB Aktionstag „Aufstehen gegen den Kahlschlag“ am 3. Juli in der Würzburger Innenstadt auf.
Im Bild oben: Eine Delegation der IG Metall Würzburg beteiligte sich mit den roten „Aufstehen gegen den Kahlschlag“-T-Shirts an den von ver.di organisierten Protesten gegen die Kürzungspläne im Gesundheitswesen und für einen starken Sozialstaat.
Bildnachweis: IG Metall Würzburg, Ulrike Eifler





