IG Metall Frauen setzen starkes Zeichen zum Internationalen Frauentag in Würzburg

Bildnachweis: IG Metall Würzburg, Sabine Witte

Mit einer sichtbaren Mitmachaktion haben die Frauen der IG Metall Würzburg am Samstag, den 7. März 2026 ein kraftvolles Signal zum Internationalen Frauentag gesetzt. Auf dem belebten QR Code Platz in der Würzburger Innenstadt nutzten viele Passantinnen und Passanten das sonnige Wetter, um mit den Gewerkschafterinnen ins Gespräch zu kommen. Die IG Metall Frauengruppe ist seit über 20 Jahren am internationalen Frauentag öffentlich präsent – selten war das Interesse so groß wie in diesem Jahr. Unterstützt wurde die Aktion von Kolleginnen aus verschiedenen Betrieben der Region, darunter Koenig & Bauer, Brose Würzburg, Procter & Gamble und Warema. Auch Evelyne Sachs, die IG Metall Vertreterin im DGB Ortsvorstand Würzburg, war engagiert dabei.

Im Mittelpunkt der Aktion stand ein interaktives Format mit zugespitzten Thesen zu Rollenbildern und gesellschaftlicher Arbeitsteilung. Die Frauen luden die Passanten ein, sich einzumischen, Erfahrungen zu teilen und eigene Perspektiven auf soziale Gerechtigkeit sichtbar zu machen. Die Resonanz war beeindruckend: Viele blieben stehen, nahmen Stellung zu prägnanten Aussagen und diskutierten offen über Erwartungen an Frauen und Männer, über Belastungen in Familien und über politische Rahmenbedingungen. Besonders deutlich wurde, dass die Care Arbeit nach wie vor überwiegend von Frauen getragen wird – eine Ungleichheit, die sich trotz vieler Debatten hartnäckig hält und viele Teilnehmende sofort ansprach.

„Unsere Gespräche haben gezeigt, dass stereotype Rollenbilder zwar aufbrechen, aber weiterhin wirken. Gerade bei der Care-Arbeit sehen viele Menschen eine sehr ungleiche Verteilung zwischen Frauen und Männern. Genau deshalb bleibt der Internationale Frauentag politisch wichtig“, betonte Sabine Witte von der IG Metall Würzburg. Auch die Zweite Bevollmächtigte, Ulrike Eifler, war vor Ort und unterstützte die Aktion. Sie machte deutlich, dass Fortschritte für Frauen in der Arbeitswelt und in der Gesellschaft nicht von allein entstehen: „Rechte werden erkämpft. Dafür braucht es Druck von unten – in den Betrieben, in Tarifauseinandersetzungen und in der öffentlichen Debatte.“

Begleitet wurde die Aktion von Informationsmaterialien, Gesprächen und vielen Begegnungen. Plakate und Infomaterial erinnerten an Errungenschaften der Frauenbewegung und machten sichtbar, wie viel weiterhin zu verändern ist – von der gerechteren Verteilung von Sorgearbeit bis zu besseren Arbeitsbedingungen. Am 8. März fand zudem eine Veranstaltung des Würzburger Frauenbündnisses unter IG Metall Beteiligung im Burkardushaus statt. Unter dem Titel „Was ist Glück?“ diskutierten Teilnehmerinnen und Teilnehmer über gesellschaftliche Rahmenbedingungen für ein gutes und selbstbestimmtes Leben.