IG Metall Würzburg erklärt volle Solidarität mit den Beschäftigten von Magna in Dorfprozelten

Die IG Metall Würzburg hat den Kolleginnen und Kollegen am Magna-Standort in Dorfprozelten ihre uneingeschränkte Solidarität ausgesprochen. Anlass sind die bekannt gewordenen Pläne zur Schließung des Standortes, von der 216 Beschäftigte betroffen wären. Die Ankündigung sorgt nicht nur bei den Betroffenen und ihren Familien für große Verunsicherung, sondern löst auch in der gesamten Region Untermain erhebliche Sorgen um den Erhalt industrieller Arbeitsplätze aus.

In einer Solidaritätserklärung an die Beschäftigten von Magna beziehen die Bevollmächtigten der IG Metall Würzburg, Norbert Zirnsak und Ulrike Eifler und der Ortsvorstand der IG Metall Würzburg klar Stellung gegen die Schließungspläne. Sie betonen, dass die Belegschaft über viele Jahre zum Unternehmenserfolg beigetragen habe und nun nicht die Folgen unternehmerischer Entscheidungen tragen dürfe.

Wörtlich heißt es in der Erklärung:

„Liebe Kolleginnen und Kollegen,

mit großer Bestürzung haben wir von den Plänen zur Schließung des Magna-Standortes in Dorfprozelten erfahren. Für die 216 Beschäftigten und ihre Familien ist diese Ankündigung ein schwerer Schlag. Gleichzeitig bedeutet sie auch einen herben Verlust für die gesamte Region Untermain. Hinter jeder der bedrohten Arbeitsstellen stehen Menschen, Familien, Lebenspläne und Existenzen. Jahrzehntelang haben die Beschäftigten mit ihrer Arbeit zum Erfolg des Unternehmens beigetragen. Dass nun über ihre Zukunft hinweggegangen werden soll, ist nicht hinnehmbar. Besonders empörend ist, mit welcher Rücksichtslosigkeit das Unternehmen offenbar bereit ist, bestehende Vereinbarungen und Zusagen zu missachten. Es ist eine Unverschämtheit, wenn sich ein Unternehmen einen Dreck um die Verpflichtungen gegenüber seiner Belegschaft kümmert und die Beschäftigten die Zeche für Managemententscheidungen zahlen sollen.

Die Kolleginnen und Kollegen von Magna führen einen berechtigten Kampf für ihre Arbeitsplätze, ihre Zukunft und den Erhalt industrieller Wertschöpfung am Untermain. Diesen Kampf führt ihr nicht allein. Die IG Metall Würzburg, die Bevollmächtigten und der Ortsvorstand stehen fest an eurer Seite. Wir erklären uns solidarisch mit eurem Widerstand gegen die Schließungspläne und unterstützen eure Forderungen nach dem Erhalt des Standortes. Euer Engagement, eure Entschlossenheit und eure Geschlossenheit verdienen höchsten Respekt.

Gerade in schwierigen Zeiten zeigt sich die Stärke gewerkschaftlicher Solidarität. Bleibt stark, bleibt kämpferisch und bleibt zusammen. Die Beschäftigten von Magna haben ein Recht auf Respekt, auf Perspektiven und auf eine Zukunft am Standort Dorfprozelten.

Wir stehen an eurer Seite. Ihr habt unsere volle Solidarität und Unterstützung.“

Norbert Zirnsak und Ulrike Eifler, Bevollmächtigte der IG Metall Würzburg

Die IG Metall Würzburg bekräftigt damit ihre Unterstützung für die Beschäftigten und ihren Kampf um den Erhalt des Standortes. Zugleich macht die Gewerkschaft deutlich, dass sie die Zukunft der industriellen Wertschöpfung am Untermain nicht kampflos aufgeben wird.

Für die Kolleginnen und Kollegen in Dorfprozelten ist die Solidarität aus der Region ein wichtiges Signal: Sie stehen in ihrem Widerstand gegen die Schließungspläne nicht allein. Die IG Metall Würzburg sichert ihnen ihre volle Unterstützung zu. Gemeinsam soll für den Erhalt der Arbeitsplätze, für verlässliche Perspektiven und für eine Zukunft des Standortes gekämpft werden.

Bildnachweis: IG Metall Würzburg, Fotoarchiv Mai 2023