IG Metall Würzburg fordert zügige Entscheidung und nachhaltige Lösung für Neubau der Klara-Oppenheimer-Schule

Bildnachweis. IG Metall Würzburg, Patty Varasano
Die IG Metall Würzburg zeigt sich besorgt über die anhaltenden Verzögerungen bei der Planung des Neubaus der Klara-Oppenheimer-Schule in der Sanderau. Angesichts der gravierenden baulichen Mängel und der wachsenden Anforderungen an moderne Ausbildung fordert die Gewerkschaft eine schnelle, tragfähige und Lösung. „Die Zustände an der bestehenden Schule sind seit Jahren bekannt und nicht länger hinnehmbar. Es geht hier um die Qualität beruflicher Bildung und damit auch um die Zukunft der Fachkräfte in unserer Region“, erklärt die IG Metall Würzburg.
Die IG Metall begrüßt grundsätzlich die Entscheidung des Stadtrats aus dem Jahr 2025, die Planungen für einen Neubau weiterzuverfolgen. Kritisch sieht sie jedoch, dass ein Jahr später kaum Fortschritte erzielt wurden und erneut Standortdebatten das Projekt verzögern. „Die berufliche Bildung darf nicht zum Spielball endloser Standortdebatten werden. Unsere Auszubildenden brauchen moderne Lernbedingungen – nicht irgendwann. Wer Fachkräfte sichern will, muss heute in gute Berufsschulen investieren“, betont Norbert Zirnsak, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Würzburg. Natürlich müssten ökologische Aspekte ernst genommen werden, gleichzeitig dürfe der notwendige Ausbau der Bildungsinfrastruktur nicht auf unbestimmte Zeit blockiert werden. Wir brauchen eine Lösung, die beides verbindet: gute Lernbedingungen und verantwortungsvollen Umgang mit Umwelt und Flächen“, so die IG Metall weiter.
Aus Sicht der Gewerkschaft ist es entscheidend, dass:
- schnell Klarheit über einen geeigneten Standort geschaffen wird,
- die Finanzierung und Förderfähigkeit gesichert werden,
- moderne Ausbildungsbedingungen mit Werkstätten, digitalen Lernräumen und sozialer Infrastruktur gewährleistet werden,
- und die betroffenen Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte stärker in die weiteren Planungen einbezogen werden.
Die IG Metall weist zudem darauf hin, dass berufliche Schulen eine zentrale Rolle für die industrielle und wirtschaftliche Entwicklung der Region spielen. „Ohne gut ausgestattete Berufsschulen gibt es keine qualifizierten Fachkräfte. Das ist auch ein Standortfaktor für Unternehmen.“
