Infoveranstaltung AfD: „Geschichte wiederholt sich nicht, aber reimt sich“

Ein Erfolg war die Veranstaltung der IG Metall am vergangenen Mittwoch (04. Oktober 2023). Im Vorfeld der Landtagswahlen hatte die Gewerkschaft ins Burkadushaus eingeladen, um darüber zu informieren, dass die AfD nicht die Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vertritt. Vielmehr sei das Gegenteil der Fall.

Der Referent Stefan Dietl, Autor des Bestsellers „Die AfD und die soziale Frage“, zeigte anhand des Wirtschaftsprogramms, dass die Partei eine Klientelpolitik für diejenigen im Blick habe, die über sehr hohe Vermögen verfügen. Dazu gehörten Steuerentlastungen für Reiche. Aber auch die unternehmerische Freiheit soll, wenn es nach der AfD geht, weder durch Tarifverträge, noch durch ein Faire-Löhne-Gesetz oder Formen der betrieblichen Mitbestimmung eingeschränkt werden. Entsprechende Regelungen im seit Jahren überlasteten Pflegebereich bezeichnete die AfD sogar als „sozialistische Umverteilung im Gesundheitswesen“, so Dietl.

Der Autor wies darauf hin, dass die AfD mitnichten die Partei der sogenannten „kleinen Leute“ sei, auch wenn sie sich gern so inszeniere. Vielmehr stehe sie in allen Punkten für das genaue Gegenteil. Gewerkschaften bezeichnet sie Partei als „Verfassungsfeinde“. Dietl erklärte, dass diese Haltung auf eine Zerschlagung der Gewerkschaften hinauslaufe: „Denn was macht man mit Verfassungsfeinden? Man bestraft und verbietet sie“. Dabei erinnerte er an das Jahr 1933, als marodierende SA-Truppen überall in Deutschland die Gewerkschaftshäuser besetzten.

Moderatorin Ulrike Eifler zitierte aus diesem Anlass Mark Twain, der gesagt haben soll: „Geschichte wiederholt sich nicht, aber sie reimt sich“. Vor diesem Hintergrund sei es wichtig, nicht nur an die blutige Geschichte des deutschen Faschismus zu erinnern, sondern auch über die Gefährlichkeit der AfD zu informieren.

 

Bildnachweis: IG Metall Würzburg