Rente, Gesundheit, Pflege, Arbeitszeit: Schluss mit dem Kahlschlag!

Die IG Metall Würzburg ruft gemeinsam mit dem DGB und den Gewerkschaften der Region Würzburg zum Aktionstag am 3. Juli 2026 auf. Klar ist: Wir sind nicht länger bereit, eine Politik zu akzeptieren, die auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen wird. Was derzeit als „Reform“ verkauft wird, trifft in Wahrheit diejenigen, die jeden Tag den Laden am Laufen halten. Rente mit 70, höhere Belastungen im Alltag, steigende Zuzahlungen und Angriffe auf Arbeitszeiten – das ist kein Fortschritt, das ist ein Rückschritt. Und den werden wir nicht einfach hinnehmen.
In den Betrieben ist die Empörung groß. Denn die Realität sieht anders aus als in politischen Sonntagsreden: Schichtarbeit, körperliche Belastung, wachsender Druck. Wer ernsthaft fordert, Menschen noch länger arbeiten zu lassen, verkennt die Lage oder ignoriert sie bewusst. Für die IG Metall ist deshalb klar: Eine weitere Anhebung des Renteneintrittsalters kommt nicht in Frage.
Dass ausgerechnet jetzt über längere Arbeitszeiten diskutiert wird, ist ein Schlag ins Gesicht aller, die ohnehin am Limit arbeiten. Das ist keine Lösung, das ist ein Angriff. Die IG Metall Würzburg macht dabei deutlich, dass auch die politische Argumentation nicht trägt. Wer – wie der CSU-Gruppensprecher im Bundestag, Alexander Hoffmann aus dem Kreis Main-Spessart – glaubt, mit mehr Arbeitszeit die Probleme am Arbeitsmarkt lösen zu können, liegt schlicht falsch. Mehr Druck auf die Beschäftigten schafft keine Entlastung, sondern verschärft die Situation in den Betrieben.
Auch im Gesundheitssystem zeigt sich, wohin die Reise geht: mehr zahlen, weniger bekommen. Das trifft die Beschäftigten direkt und verschärft die Ungleichheit. Für uns ist klar: Gute Versorgung ist ein Recht – kein Luxus für die, die es sich leisten können.
Für steigende Rüstungsausgaben werden Milliarden bereitgestellt. Gleichzeitig wird bei Rente, Gesundheit und Pflege der Rotstift angesetzt. Hochrüstung wird auf dem Rücken der Beschäftigten finanziert. Während bei den Einen gekürzt wird, bleiben die Vermögenden außen vor. Genau das muss sich ändern. Nicht die, die jeden Tag arbeiten, müssen mehr tragen – sondern die, die es sich leisten können.
Der Würzburger DGB Aktionstag wird von den Betriebsratsvorsitzenden der Metall- und Elektrobetriebe in der Region getragen. Unterstützt wird er vom Ortsvorstand der IG Metall sowie von den Bevollmächtigten Norbert Zirnsak und Ulrike Eifler. Die Botschaft ist eindeutig: Wir akzeptieren diesen Kurs nicht.
Wichtiger Hinweis für alle Teilnehmenden:
Der Aktionsort wurde kurzfristig auf den Dominikanerplatz verlegt (Beginn 14:00 Uhr) – nicht wie ursprünglich geplant auf den Domplatz. Beide Orte liegen nah beieinander und sind gut erreichbar. Damit alle gut ankommen, werden am Domplatz Kolleginnen und Kollegen stehen und den Weg zum Dominikanerplatz zeigen.
Jetzt kommt es darauf an, sichtbar zu werden. Klarzumachen, dass die Beschäftigten nicht bereit sind, still zu halten. Jetzt gehen wir auf die Straße – gemeinsam, laut und entschlossen. Schluss mit dem Kahlschlag!
Bildnachweis: DGB Würzburg
