„Wessen Morgen ist der Morgen“ – Arbeiterlied und Arbeiterkämpfe in Deutschland

Bildnachweis: Kai Degenhardt - Maren Carstensen
Wenige Tage vor dem Tag der Arbeit lädt die IG Metall Würzburg zu einem besonderen Liederabend in den Blauen Adler ein. Am Montag (27. April) um 18 Uhr wird der Hamburger Liedermacher Kai Degenhardt eine Lesung mit Arbeiterliedern und politischen Geschichten präsentieren. Dazu wird er aus seinem Buch „Wessen Morgen ist der Morgen – Arbeiterlied und Arbeiterkämpfe in Deutschland“ lesen und zugleich die Lieder vorstellen.
Die IG Metall will mit dem Liederabend an die Relevanz des Arbeiterliedgutes erinnern. Denn es ist weitestgehend unbekannt, dass vor zehn Jahren das „Singen der Lieder der deutschen Arbeiterbewegung“ in das bundesweite Verzeichnis des Kulturerbes im Sinne der UNESCO aufgenommen wurde – als schützenswertes Kulturgut. Degenhardt will mit Gesang, Gitarre und erzählerischen Einordnungen die Lieder der Arbeiterbewegung zurück auf die Bühne bringen und die historischen Arbeiterlieder mit neueren Entwicklungen des politischen Liederschaffens verbinden. Dabei ordnet das oft pathetische Erbe in seinen historischen Kontext ein und macht so das „gute, alte Arbeiterlied“ wieder zugänglich. Auf diese Weise wird der Rückgriff auf die lange Tradition des Arbeiterliedes zum kulturellen Werkzeug für die gesellschaftlichen Auseinandersetzungen von heute und morgen. Wann wäre dafür ein besserer Zeitpunkt als wenige Tage vor dem 1. Mai – dem Tag der Arbeit.
Kai Degenhardt, geboren 1964, ist politischer Liedermacher, Autor, Jurist und Gewerkschafter. Seit den 1990er Jahren arbeitet er als freier Künstler in Hamburg. Er veröffentlichte bislang sechs Alben und schreibt regelmäßig über Populärmusik und Kulturindustrie. Über zwei Jahrzehnte hinweg begleitete er seinen Vater Franz Josef Degenhardt als Gitarrist und Arrangeur auf Tourneen und im Studio – auch Werke aus dessen Repertoire werden Teil des Abends sein.
Der Eintritt ist frei. Interessierte sind herzlich eingeladen.
